Let’s go extreme: Das Peleng 8mm Fisheye

April 26th, 2010

Die 16 mm Fisheye des Zenitars waren mir immer noch zuwenig, deshalb hat sich zum Zenitar nun ein 8mm Peleng Fisheye gesellt. Dieses soll in Zukunft an meinen µFT Kameras als 16er Fisheye (dank des 2er Crop Faktors) dienen und ist an der 5D die absolute extreme Weitwinkel Lösung.

Mit diesem Objektiv wird endlich klar, warum für den Schwaben sein Häusle der Mittelpunkt der Welt ist:

Pelneng o1

Meine Bewertung:
Abgeblendet auf Blende 8 bis 11 bietet das Peleng 8mm 1.3,5 Fisheye eine gute Schärfe bis an die Bildränder des kreisrunden Auschnittes heran.

Da das Objektiv eine Vorwahlblende hat ist es an der EOS 5D sehr einfach zu handhaben. Man arbeitet mit Zeitautomatik und stellt die gewünschte Blende ein. Dann kann man mit einer Drehung am entsprechenden Ring die Blende präzise auf den voreingestellten Wert schliessen. Die Fokussierung ist bei dieser kleinen Brennweite kein Problem. Abgeblendet bekommt man alles von 30cm bis unendlich scharf! Damit die Belichtung stimmt empfiehlt es sich die mittenbetonte Integralmessung zu verwenden und wegen der schwarzen Ränder 1 bis 1,5 Blenden unterbelichten, sonst wir das Motiv überbelichtet. Ebenfalls aufgrund der schwarzen Ränder taugt das Histogramm nur begrenzt zu Einschätzung der Belichtung.

Peleng 02

Bauartbedingt ist die Optik recht streulichtempfindlich und zeigt deutliche Blendenflecke gegenüber von Spitzlichtern. Das grösste Manko des Pelengs ist aber der vordere Objektivdeckel, der nur lose aufgesteckt wird und zum Abfallen neigt. Aufgrund der extrem gewölbten Frontlinse ist hier extreme Vorsicht geboten!

Ich habe die Version mit fest montiertem EOS Anschluss, der Rückdeckel ist da genauso mies, wie der Frontdeckel, aber das ist ja leicht mit einem passendem EOS Deckel zu ändern. Ansonsten wird das Objektiv mit passendem Köcher geliefert und kopierter Bedienungsanleitung.

Fazit:
Zu einem Neupreis in Deutschland von ca. 300 Euro und einem Gebrauchtpreis unter 250 Euro ist diese Optik durchaus eine sinvolle Ergänzung jeder Vollformat Ausrüstung für verhältnismässig kleines Geld. Am Crop empfiehlt sich da allerdings eher das etwa gleichteure Samyang/Falcon/Walimex 8mm Fisheye, dieses ist aber nicht vollformatauglich.

Bereitschaftstasche für die Olympus Pen

Januar 22nd, 2010

Immer wieder findet man auf den internationalen eBay Seiten Leather Cases für die Pen mit Pancake bzw. Kit Zoom.

Ich bin das Risiko eingegangen und habe mir eine günstige derartige Tasche (< 50 Euro) vom Chinesen kommen lassen.

Tasche Pen 1

Vorneweg, es ist keine Echtledertasche (hier würde der Chinese “Genuine Leather” sagen), sondern eine hochwertige Kunstledertasche.

Tasche Pen 2

Die Vearbeitung ist einwandfrei und die Pen passt auch mit dem 20ger Funcake.

Tasche Pen 3

Das Oberteil kann man komplett abnehmen, man kann aber auch gut mit aufgeklapptem Oberteil fotografieren, es hängt dann hinter der Kamera herunter und stört nicht. Schliessen lässt es sich auch wieder sehr einfach, da der untere Druckknopf magnetisch ausgeführt ist.

Tasche Pen 4

Die Tasche wird mit dem Stativgewinde verschraubt und mit einem Trageriemen geliefert. Dessen Befestigung am Taschenunterteil sitzt allerding recht tief, was die Sache umgehängt etwas kopflastig macht. Aus diesem Grund nutze ich den original Trageriemen der Pen, an der Kamera befestigt.

Brass & Songs

November 28th, 2009

Obiges Bläserseptett veranstaltete heute abend in der evangelsich methodistischen Kirche in Kirchheim/Teck ein kleines Konzert. Anbei einige Eindrücke dieser optisch und akustisch eindrucksvollen Veranstaltung.

Brass+Songs01Der gut gefüllte Gemeindesaal während des Konzerts.

Brass+Songs02Da wurde in die Tasten gegriffen …

Brass+Songs03… gesungen und …

Brass+Songs04 … und trompetet.

Brass+Songs06Die Tuba durfte natürlich auch nicht fehlen.

Brass+Songs05 Fazit: Eine gelungene Veranstaltung zum 1. Advent.

Alle Bilder entstanden mit der Olympus E-P1 Pen und dem Panasonic Pancake 20mm 1,7 bei Offenblende.

Ein Flirt mit Elmar …
Das Leitz Elmar 90mm 1:4 M39 an der E-P1

Oktober 21st, 2009

Elmar ist schon etwas älter, jenseits der 50, wohl 1956 geboren und auch schon ein wenig ergraut. Schaut man ihn sich an, so entdeckt man die Spuren eines halben Jahrhunderts an ihm und manches, wie seine Vergütung ist recht einfach. Er wahrt die Fasung, wo doch gerade diese etwas lädiert ist. Doch das Wesentliche an ihm ist noch immer glasklar, kratzer- und pilzfrei, bis auf minimale Putzspuren. Die etwas lädierte Fassung  führte dazu, das Elmar billig verschleudert wurde.

Leitz Elmar M39 90mm 4,0

In diesem Zustand macht Elmar sich nun an die hübsche Pen heran! Ob das so passt, ein alter Herr und eine schicke junge Diva? Jedenfalls gehen die beiden erst einmal zusammen spazieren. Mal schauen, was dabei so rauskommt.

Elmar02: Allein auf der Bank …

Zwar ist Elmar knackscharf, wenn man den Punkt beim manuellen Fokussieren mit der Lupe von der Pen endlich gefunden hat, aber es stellt sich doch die Frage: Wird er allein auf der Bank bleiben? Oder ziehen er und die Pen in zukunft gemeinsam los und die Bank bleibt leer?

Elmar-03: Dei leere Bank

Hier sieht Elmar richtig gut aus, allerdings muss man dazu anmerken, das er zwar ein richtig scharfer kleiner Silberner ist, aber das Kontrastprogramm doch recht zu wünschen lässt, deshalb musste ein Freund mit dem Photoshop ein wenig nachhelfen. Ausserdem mag Elmar Streu- und Gegenlicht gar nicht, hier macht sich seine einfache Vergütung bemerkbar. Es legt sich schnell ein blauer Schleier (trotz Spätnachmittagssonne) übers Bild. Ist das der berühmte “Leica Glow”?

Elmar-04 Out of Cam

Allerdings hat dieser Look von Elmar auch seinen eigenen (morbiden?) Charme. Den Kontrast ein wenig verstärkt und die Tonwerte etwas angewärmt und Elmar macht auf einmal eine ganz gute Figur.

Elmar-05 Alter Charmeur

Als Fazit bleibt:

Elmar bereitet meiner Pen Spass. Sie freut sich den alten Silberling bei sich zu haben. Er passt locker in die zweite Jackentasche und liefert bei statischen Motiven, besonders in S/W sehr gute Bildergebnisse bei minimaler Nachbearbeitung.

Er wird ein guter väterlicher Freund werden, aber kein enger Lebenspartner, denn dazu ist das manuelle Fokussieren mit der Sucherlupe auf dem Display doch recht mühsam, freihand bei 180mm Kleinbild-Äquivalent. Hinzu kommt die sehr hohe Streulichtanfälligkeit.

Elmar-07 Die leere Bank II

Eigentlich gehört Elmar an eine echte Messucherkamera, doch leider ist mir diese digital noch zu teuer (Es sei denn jemand spendet eine Epson R-D1 oder eine M8) und analog macht das Fotografieren nur halb so viel Spass.

Elmar-06 Ein letztes Bild

Nachtrag: Elmar hat mich nun doch verlassen. Er musste einem Panasonic 45-200er Tele mit Autofocus weichen und lebt nun in Luxemburg.

Der Keks ist da!
Das Panasonic 20mm 1,7 an der Olympus Pen

Oktober 15th, 2009

Am Dienstag kam endlich mein langerwarteter Keks, das Panasonic 20mm 1:1,7 Pancake. Ich bin dann gleich mal losgezogen und habe die hübsche kleine Optik ausprobiert. Dies geschah bei einem kleinem Spaziergang im Nieselregen über unseren “Alten Friedhof”.

Alter Fiedhof 1

Alle hier  gezeigten Bilder sind bei Offenblende entstanden und mich hat die Bildqualität dieses kleinen Objektivs wirklich überzeugt.

Alter Friedhof 02

Durch die grosse Öffnung ist es trotz des relativ kleinen Sensors bei Micro-Four-Thirds möglich  mit der Schärfentiefe zu spielen. Qualitativ ist das Objektiv uneingeschränkt offenblendtauglich (Wer dazu Zahlen will, der lese den Test bei dpreview.com).

 Alter Friedhoh 03

Der Autofokus bewegt sich geschwindigkeitsmässig zwischen dem Speed des Olympus Kit Zooms und der Geschwindigkeit des Panasonic 14-45gers an der E-P1.

Mein Fazit:
Diese kleine und feine Optik hat ihren festen Platz in meiner Fototasche, bzw. Jackentasche gefunden.

Alter Friedhof 04

Die Olympus E-P1 Pen:
Not a compact. Not an SLR. It´s a PEN.

August 24th, 2009

Irgendwie wurde mir die 5D als “Immerdabeikamera” etwas zu schwer. Meine Frau beschwerte sich auch schon über den “Eumel” mit Handschlaufe an der rechten Hand.

Da kam die neue Olympus Pen gerade recht. Ein kleines Gehäuse mit verhältnismässig grossem Sensor und vernünftiger Bildqualität. Mit dem Kitzoom ist sie  gut in/an einer Hand zu tragen. Dank Wechselobjektiven kann man sie an seine fotografischen Bedürfnisse anpassen.

Pen-1Olympus Pen bei Photo Schneider in Kirchheim im Schaufenster

Nun habe ich diese kleine Kamera seit ca. 2 Wochen und möchte hier meinen Ersteindruck kundtun:

Positiv:

  • Sehr gute Bildqualität direkt aus der Kamera: Wenn man die Kamera umstellt auf JPG SF (Superfine) so liefert sie direkt aus der Kamera Bilder mit feinster Farbabstimmung und sehr guter Dynamik. Die Farbwieder gabe erinnert mich hierbei an die gute alte EOS D60. Die beste Dynamik hat sie übrigens bei ISO 200, Empfindlichkeiten darunter werden mit einer Einschränkung des Dynamikumfanges erkauft.
  • Der Sensor im Four Thirds Format bietet (beschränkte) Freistellungsmöglichkeiten: Man hat gemessen am Vollformat eine Schärfentiefe wie 2 Stufen weiter abgeblendet.
  • Umfangreiche automatische und manuelle Einstellmöglichkeiten: Diese Kamera hat (fast) alles, was das Fotografenherz begehrt. Man kann über die Individualeinstellungen und Bildstile die Kamera an die eigenen fotografischen Gewohnheiten anpassen.
  • Gute Bedienbarkeit: Die Menues sind auch für mich als “Canoniker” leicht erfassbar und übersichtlich gestaltet. Durch die zwei Wahlräder kann manEinstellungen ähnlich flexibel gestalten wie bei einer ein- oder zweistelligen EOS. Das heisst, man muss im fotografischen Alltag nur selten während des Fotografierens in die Menues hinein.

Biene auf BlüteBlüte im Garten der FBS

  • Insgesamt sehr gute und wertige Verarbeitung: Die Olympus E-P1 hat eine gute Haptik und ist solide verarbeitet. Nicht nur das Design erinnert bewuss an die PenF Halbformat-SLR,  auch die Haptik des Gehäuses mit seiner Metallverkleidung lässt das Gefühl aufkommen eine Kamera aus jenen Zeiten der Solidität in der Hand zu halten.
  • Eine gute Bildqualität des Kitzooms: Das mitgelieferte M.Zuiko 14-42mm 3,5-5,6 liefert eine gute Bildqualität und erreicht bis auf minimale Schwächen zwischen 35 und 42mm Schärfe bis hinunter auf Pixelbene schon bei Offenblende.
  • Videofunktionen: Die Pen bietet die Möglichkeit Videos in HD-Qualität (nur 720P) aufzunehmen. Hier empfiehlt es sich aber auch auf die Panasonic Optiken auszuweichen, da sich sonst die Geräusche des AFs störend im Video bemerkbar machen.
  • SD Speicherkarten: Olympus hat glücklicherweise der Pen einen normalen SD Kartenschacht spendiert und nicht das proprietäre XD Format.

Alte Fabrik in Bad Urach Stillgelegte Fabrik in Bad Urach

 Negativ:

  • Die Pen ist keine DSLR: Das heisst sie hat keinen Sucher. Sie ist aber auch keine Messsucherkamera. Man arbeitet, wie bei einer Kompaktkamera direkt und nur mit dem eingebauten Display. Dieses ist insgesamt sehr gut nutzbar, auch im Hellen (aber eben doch nicht bei direkter Sonneneinstrahlung). Die Auflösung empfinde ich als vollkommen ausreichend, würde mir aber zumindestens für die Standardbrennweiten  einen eingebauten kleinen “Notsucher” wünschen.
  • Der Autofokus: Die Pen arbeitet mit einem Kontrast-AF wie die meisten Kompaktkameras. Dieser ist gemessen an einer DSLR mit Phasen-AF langsam und pendelt systembedingt einmal um den Schärfepunkt herum. Der von Olympus angebotene C-AF (kontinuierlicher AF für bewegte Objekte) ist so gut wie gar nicht zu gebrauchen, der normale AF ist für die meisten Objekte mit dem Kitzoom schnell genug, aber nichts für Sport und Action. Etwas besser wird es, wenn man die Olympus Optik durch das Panasonic 14-45er Kitzoom ersetzt. Dieses fokussiert wesentlich schneller, braucht aber durch den OIS im Objektiv immer (auch bei abgeschaltetem Verwacklungsverhüterli) mehr Strom. Hier bleibt nur die Hoffnung auf ein Firmwareupdate von Olympus.
  • Die Akkulaufzeit: Sie entspricht eher einer Kompaktkamera als eine SLR. Da Display und Sensor für die Bildwiedergabe benutzt werden ist das auch folgerichtig. Ich habe die Displaybeleuchtung auf die FN-Taste programmiert und kann so die Kamera zumindestens stromsparend in Bereitschaft haben, ohne sie ganz ausschalten zu müssen.

Ast Erste Zeichen des Herbstes

  • Das Hauptwahlrad: Dieses Rad über dem Steuerkreuz ist sehr leichtgängig und man verstellt es leicht versehentlich.
  • Die Haptik des Kitzooms: Das Entriegeln und den ausfahrenden Rüssel des Kitzooms, fand ich gar widerlich. Diese billig anmutende Haptik passt so gar nicht zu Qualität des Gehäuses. Zusammen mit dem langsamen AF war das der Grund, weshalb ich das optisch gute Kitzoom gegen das Panasonic Pendant von der G1 getauscht habe. Dieses ist zwar grösser, aber haptisch wertvoller, im AF schneller und hat eine Streulichtblende.
  • Keine AF-Confirm Möglichkeit beim Einsatz manueller Optiken: Schade, denn mit einem Aufstecksucher wäre die Pen prädestiniert für die Adaption manueller Optiken, da mechanisch fast jedes Bajonett an Micro Four Thirds adaptierbar ist (inklusive Leica M). Leider fehlt diese Möglichkeit. Hier hat Olympus eine Chance vertan, dieser nicht gerade billigen Kamera einen Zusatznutzen zu verpassen.

Abgestellt und vergessen

Vergessener Magirus LKW in einem Kirchheimer Hinterhof

Fazit:

Aufgrund ihrer Wertigkeit, der sehr guten Bildqualität und ihre Kleinheit ist die Olympus E-P1 Pen mit dem Panasonic 14-45ger Objektiv zu meinem neuem Alltagsbegleiter geworden. Sie ist die “Immerdabeikamera” neben der grossen Spiegelreflex. Mit ihren Schwächen kann ich leben, bedauere aber das die Pen wegen des langsamen AFs nur beschränkt für die Streetfotografie geeignet ist.

Nachtrag (24.8.09): Die Pen ist leider nicht wirklich dauerbetriebsfest. Beim heutigen 3 stündigen Nonstopeinsatz auf einer Baustelle hatte ich 2 mal die Warnung, das der Sensor zu warm würde und die Kamera brauchte jeweils eine 5 minütige Auszeit. Zugegeben es hatte etwas über 30 Grad im Schatten und ich war in der Sonne unterwegs, aber schön ist das dennoch nicht.  Das kann aber auch an der erhöhten Stronaufnahmedurch den Stabilisator des Panasonic Kitzooms liegen.

Nachtrag 2 (18.09.2009): Die Batterieproblematik hängt auch mit an der Panasonic Kitoptik, die ich nutze. Der Panasonic OIS Bildstabilisator zieht auch, wenn er abgeschaltet ist Strom.

Wehr an der LauterWehr an der Lauter in Kirchheim

Es werde Licht II:
Yashica Lynx 14 E mit Yashinon 45mm 1:1,4

August 9th, 2009

In den 60ger und auch in den 70ger Jahren waren Messucherkameras mit fest montierter Optik weit verbreitet. Canon fertigte die “Canonet”, Olympus die “RC 35″, Konica die “Auto” und Minolta die “High-Matic” Baureihe. Die besseren Exemplare dieser Klasse, hatten dabei lichtstarke Objektive mit Lichtstärken zwischen 1,7 und 2,0. Die Firma Yashica steigerte das noch und brachte die Lynx IC mit 45mm 1:1,4 Objektiv auf den Markt.

Lynx 1

Die gezeigte Lynx 14E gehört zur zweiten ab 1969 gebauten Serie und hat einen Copal Zentralverschluss mit Zeiten  von 1/1 (+B) bis 1/500 Sekunde. Ihr zentrales Element ist das mächtige Yashinon 45mm 1:1,4  mit 58mm Filtergewinde. Für die präzise Entfernungseinstellung besitzt sie einen Mischbildentfernungsmesser mit Paralaxenausgleich im Nahbereich. Die Belichtungsmessung erfolgt mit Hilfe einer CDS-Zelle über ein Messauge vorne am Gehäuse, und wird im Sucher als Über- oder Unterbelichtung angezeigt. Zeit und Blende müssen jeweils manuell eingestellt werden, die vollmechanische Kamera funktioniert auch ohne Batterien, lediglich auf die Belichtungsmessung muss man dann verzichten.

Wieder erwarten funktioniert bei diesem Exemplar nicht nur die Mechanik einwandfrei, sondern auch die Belichtungsmessung,  zumindestens noch genau genug für Negativfilme.

Lynx 2

Die komplett manuelle Einstellung - Zeit einstellen –> Belichtungsmessknopf drücken –> Blende einstellen –> Entfernung einstellen - , erzieht zum langsamen Fotografieren. Hinzu kommt der solide haptische Eindruck, den diese komplett aus Metall und Glas gefertigte Yashica macht. Ein Minuspunkt ist, wie bei allen Kameras dieser Art, der recht dunkle Sucher. Damit der magische Fleck für das Mischbild gut erkennbar ist wurde der gesamte Sucher recht dunkel gehalten.

Lynx Kirchheimer Strassenleben Kirchheimer Strassenleben

Ein FC-Treffen im Mietstudio
und zwei unverbrauchte Gesichter

August 7th, 2009

Das FC-Usertreffen letzte Woche fand im Kirchheimer Mietstudio statt. Dank nochmals an Arnim der seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Das erste Modell war leider ein wenig steif, unbeweglich und unterkühlt.

Studio 0 Glücklicherweise fand sich dann aber doch noch ein Modell,  das seinen natürlichen Audruck und die Ruhe behielt während diverse Teilnehmer die möglichen und unmöglichen Einstellmöglichkeiten einer grossen Studioblitzanlage ausprobierten.


Studio 1

Studio 2

Jules1986 zeigte Souveränität und Gelassenheit, dazu die nötige Freude am fotografiert werden.

Studio 3 Übertreffen wurde diese Professionalität, nur noch vom letzten Model des Abends, welches sich von der gesamten Aktion gar nicht beeindrucken lies. Jakob zeigte so schon in frühester Jugend extremes Talent.

Studio 4

Zur Technik: Bis auf das erste Bild entstanden alle Aufnahmen mit Arnims exelenter Studiotechnik und der 5D Mk1 + EF 70-200 2,8L USM @ Blende 5,6 oder 8. Die erste Aufnahme ist Available Light mit dem EF 28-70 2,8L USM @ Blende 2,8 und 1/25 Sekunde.

Kein Haar in der Suppe:
Tamron 28-300mm 3,5-5,6 XR DI VC

Mai 26th, 2009

Seit meinem Umstieg zur EOS 5D trauerte ich ein wenig meinem Suppenzoom, dem EFs 18-200mm 3,5-5,6 IS nach. Für das Vollformat gibt es neben dem (für mich unbezahlbaren) EF 28-300mm 3,5-5,6 L IS USM eigentlich nur ein vergleichbares Objektiv mit Verwackelungs-Verhüterli. Das ist das Tamron 28-300mm 3,5-5,6 XR DI VC zu einem Neupreis ab ca. 500 Euro. Schaut man im Internet, so liest man sehr divergierende Meinungen über diese Optik. Die einen sind begeistert, während die anderen von leergesaugten Akkus, defekten Objektiven und Fehlfokussen schreiben. Ich habe es trotzdem gewagt und bei einer neuwertigen gebrauchten Optik aus verlässlicher Quelle zugeschlagen.

Tamron 28-300VCTamron 28-300mm 3,5-5,6 XR DI VC

Heute kam dieses Objektiv nun an und ich habe erst mal einen Testspaziergang unternommen.  Zunächst beeindruckt natürlich der Brennweitenbereich:

Tamron 28-300@28mm

Hier sehen wir das Kirchheimer Rathaus mit dem Tamron bei 28mm Brennweite …

Tamron 28-300@300mm

… und hier bei 300mm Brennweite.

Vom Handling gefällt das Objektiv dabei recht gut. Der Zoomring ist groß und griffig und leicht leicht mit angemessenem Widerstand. Der Bereich zwischen 200 und 300mm ist allerdings sehr eng geraten. Aufgrund der Innenfokussierung erreicht die Optik, wie andere derartige Zooms auch, die 300mm Brennweite erst bei der Unendlichkeiteinstellung.  Auch der AF geht zwar hörbar aber ausreichend fix zur Sache. Der Zoom-Lock-Schalter um das selbständige Ausfahren des Rüssels zu verhindern liegt besser als beim EFs 18-200mm IS, braucht aber immer noch Fingernägel zum Verriegeln. Der Fokusring ist allerdings sehr schmal geraten und dreht sich beim Fokussieren mit, da heißt es dann Finger weg. Der Lieferumfang umfasst Objektiv und Gegenlichtblende und einen praktischen Snap-In-Frontdeckel, der auch bei aufgesetzter Geli problemlos auf- und abgesetzt werden kann.

Die Bildqualität scheint mir selbst bei Offenblende noch angemessen, dies bestätigt auch der 100% Ausschnitt aus obigem Bild. Es ist ein mit DPP und Schärfe 5 entwickeltes JPG, ansonsten unbearbeitet (Ja die 300er Festbrennweite mit dem rotem L drauf ist hier besser, kann aber leider auch nur 300mm!). Die Optik erreicht nicht ganz die Schärfe bis auf den letzten Pixel, sondern nur ca. 90%. Dies bedeutet aber an der EOS 5D Mk1, das problemlos noch Abzüge im A2 Format möglich sind.

Tamron 28-300 CropTamron 28-300 VC @300mm Blende 6,3 100% Ausschnitt

Beim Spazierengehen macht das Objektiv Spass, vor allem weil es mit eingefahrenem Rüssel recht unauffällig ist und eigentlich alle Brennweitenwünsche (bis auf das extreme Weitwinkel) abdeckt. Auch das Bokeh empfinde ich als recht angenehm.

Tamron 28-300VCTamron 28-300mm VC @ 300mm Blende 6,3

Mein Fazit: Ich habe für mich das praktische Immerdrauf gefunden, wenn es leicht sein soll auf der Schulter. Probleme ergaben sich bis jetzt keine, ein Test des VC im Bereich Air to Air wird folgen.

28-300 @300mmTamron 28-300mm VC@ 300mm Blende 8

Nachtrag: Auf dem Objektiv steht Macro, diese Bezeichnung hat durchaus ihre Berechtigung. Der hier gezeigte Schmetterling ist ein Ausschnitt von ca. 30% des Gesamtbildes.

28-300VC Macro Tamron 28-300mm 3,5-5,6 VC an EOS 5D
@ 300mm, Blende 7,1, 1/250 Sekunde

Schärfen(un)tiefe:
Das EF 50mm 1,4 USM bei Offenblende

Mai 23rd, 2009

Heute Abend war ich auf einem schönen Abendessentreffen der Fotocommunity. Dabei entstanden im spärlichen Lampenlicht diese zwei Bilder mit dem EF 50mm 1,4 USM an der EOS 5D bei Offenblende und ISO1250.

FC-Portrat-2
Lass mal mitschauen …

 FC-Portrait
Brown Eye(s) …

Besonders das zweite Bild zeigt deutlich auf welchen geringen Bereich die Schärfentiefe bei Blende 1,4 am Vollformat schrumpft.  An einer typischen APS-C Kamera mit 1,5er oder 1,6er Cropfaktor hätte man die Blende für die gleiche Bildwirkung noch eine Stufe weiter öffnen müssen. Hier wäre also dann ein 35mm 1,0 Objektiv fällig gewesen.