Die Spuren der Nacht …

Januar 22nd, 2012

… sind in unserer schönen Kirchheimer Innenstadt leider schon seit mehreren Jahren (fast) jedes Wochenende sichtbar.

Spuren der Nacht in der Turmstrasse In der Turmstrasse und in der unteren Max-Eyth-Strasse gehören die umgeworfenen Pflanzkübel und demolierten Plakatständer schon zum normalen Sonntagsvormittagsanblick.

Sie sind eine Folge des nächtlichen Kneipen Wanderverkehres. Nachts ziehen Gruppen sichtlich angetrunkener Menschen lautstark durch die Stadt. Sie sind auf der Suche nach der nächsten angesagten Location. Dies ist in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr nachts mit erheblichen Lärmbelästigungen für die Bewohner der Innenstadt verbunden und führt immer wieder zu Zerstörungen.

Spuren der Nacht in der Turmstrasse 02Im Tätigkeitsbericht des Ordnungsamtes für 2010 an den Gemeinderat heisst es dazu:

“Von Seiten der Anwohner wurden das Ordnungsamt und der Polizeivollzugsdienst aufgefordert, häufiger Kontrollen zwischen 2 und 5 Uhr nachts durchzuführen.

Dem Wunsch nach mehr Kontrollen seitens des Ordnungsamtes in den frühen Morgenstunden kann jedoch nicht entsprochen werden. Der Grund hierfür liegt darin, das die Mitarbeiter des Vollzugsdientes keine entsprechend umfangreiche Ausbildung wie Polizeibeamte durchlaufen.  Da das Gefährdungspotential in diesen Nachtstunden durch den entsprechenden Alkoholpegel und eine erhöhte Gewaltbereitschaft nicht unterschätzt werden darf, ist hier Erfahrung im Umgang mit körperlichen Übergriffen zwingend notwendig.

Insofern kann die Kontrolle zu diesen Nachtzeiten nur durch den Polizeivollzugsdienst erfolgen.”

Spuren der Nacht in der Max-Eyth-Strasse Vom Polizeivollzugsdienst ist leider bis heute (Januar 2012) in den Nachtzeiten recht wenig zu sehen, was angesichts diverser Sparmaßnamen sicher nicht der Polizei selbst anzulasten ist.

Von daher bleibt die Frage an die Stadt Kirchheim,  wie lange sie derartigen regelmässigen Vandalismus zu Lasten der Bewohner der Innenstadt noch dulden will?

Wenn sich schon das Ordnungsamt nicht mehr auf die Strasse traut, wie steht es dann um die Sicherheit der Anwohner (von der Nachtruhe in den Sommermonaten will ich gar nicht reden)?

Spuren der Nacht in der Turmstrasse 03Das schreibe ich als jemand der die reichhaltige Kultur- und Kneipenszene seiner Stadt schätzt und geniesst und der der Meinung ist das die Innenstadt auch nachts allen Bürgern gehören sollte und nicht nur den Lautstärksten!

Just my two cents, als Bürger der gerne in der Innenstadt wohnt und sich wünscht das diese bewohnbar bleibt.

Die Farben des Abfalls …

Dezember 2nd, 2010

… unserer Zivilisation.

Farben des Abfalls

Das Bild ist bis auf die Entfärbung der im original blauen Abfalleimer praktisch unbearbeitet.

Herbstlaub …

November 5th, 2010

Herbstlaub
Gesehen an der Lauterbrücke in der Max-Eyth-Str. in Kirchheim

Kinderfreundlich?

Oktober 27th, 2010

 Kinderfreundlich-1
… scheint das nicht wirklich zu sein.

Solche Beispiele finden sich überwiegend an grossen privat finanzierten Wohnanlagen. Zum Teil laufen durch diese Anlagen öffentliche Fusswege, einige Anlagen schotten den Innenbereich aber auch total ab.

Kinderfreundlich-2

Ein Paradebeispiel für eine derartige Abschottung ist ein ”Eigentumswohnungsblock” mit dem netten grünem Schild neben der Stahltüre zum Innenbereich., der sich nahe des Nanz Centers finden lässt und sehr einladend wirkt.

Fotografierst Du mich?

Oktober 27th, 2010

… das war seine Frage, als er mich mit der Kamera auf dem Kirchheimer Postplatz erblickte.

Postplatzportrait

Leica M8 mit Summicron-C 2,0/40mm @ Blende 2,8

Das Bild wurde leicht entsättigt aus DNG entwickelt, etwas zugeschnitten und nach dem Verkleinern nachgeschärft, sonst keine weitere Bearbeitung.

Messuchervirus: Diagnose unheilbar
Die Revue 400 SE

Oktober 20th, 2010

Ich habe ja nun schon so einiges an Kameras hinter mir.

Und es waren einige Messucherkameras dabei, die extrem Lchtstarke Yashica Lynx 14 E mit ihrem 45mm 1,4er Yashinon, eine Vivitar mit 40mm 1,7 in meinen Jugendjahren, die Leica CL als Einstieg ins M-System und in Folge digital eine M8.

So sagte ich gestern (mit 4 Kameras aus 3  Systemen im Haus) zu meiner Frau, das es ja nun reicht und nun erstmal keine Kamera mehr gekauft wird. Ein Vorsatz der genau bis heute Nachmittag um 17:33 Uhr hielt. Da schleppte meine Frau mich in den hiesigen Diakonieladen um dort einen Webrahmen zu erstehen. Und da in einer Vitrine war sie, hinten in der Ecke, flehte mich aus ihre Lederbereitschaftstasche an und rief:

“Erlöse mich, benutze mich, das mein Verschluss wieder rennt und meine Blende nicht verharzt!”

Ich versuchte mich zu wehren und der Versuchung zu widerstehen: “Ich brauche Dich nicht, ich habe schon mehr Kameras als ich tragen kann! Und noch eine analoge Kamera, das ist zuviel des Guten!” 

“Erinnere Dich an die Liebe deiner Jugendzeit, die kleine Vivitar, die  immer dabei war … Noch heute hast Du Bilder aus ihr - und ich bin nicht teuer. Ich bin billig und willig!” lockte mich die kleine Schwarze und mein Blick ging zur Verkäuferin, die mich ermutigte sie herauszunehmen aus ihrem gläsernen Gefängnis. Nun ja, was soll ich sagen:

Revue 400SE 1
Revue 400SE mit Revuenon 40mm 1:1,7

Da hatte sie gewonnen die schicke kleine Schwarze, vor allem als ein kurzer Check ergab, das der Belichtungsmesser noch zuckte und der Verschluss ging. Auch die Blendenautomatik funktionierte noch.

Die Blendenautomatik ist leider auch die Archillesverse der 400SE (und ihrer kleineren nicht so lichtstarken Schwestern). Wenn die Blende verharzt ist öffnet sie beim Durchdrücken des Auslösers gar nicht mehr oder nur teilweise und die Bilder werden nichts.  Deshalb ist die Funktion der Blende bei dieser Kamera immer zu prüfen. Die Blende kann man bei der 400SE  nicht manuell einstellen, sie wird immer automatisch gebildet zur vorne am Objektiv voreingestellten Zeit. Eine Belichtungskorrektur kann nur über die Umstellung der Filmempflichkeit (unten vorne am Objektiv) erfolgen.

Zum Blitzen hat die Kamera eine einfache aber geniale Blitzautomatik. Man stellt an einem zweiten Ring die Automatik ab und die Leitzahl des Blitzes für die jeweilige Empfindlichkeit ein. Die Kamera öffnet dann die Blende entsprechend der mit dem Messucher eingestellten Entfernung.

Revue 400 SE 2

Die Revue 400 SE von oben

Vom Gehäuse aus gut zu sehen:
- Der Ring für die Blenden- bzw. Blitzautomatik, an dem ggf. die Leitzahl des Blitzes eingestellt wird.
- Die Entfernungseinstellung.
- Und der Ring zur Zeitenwahl vorne am Objektiv. 

Der Messucher hat keine Parallaxenkorrektur, für den Nahbereich gibt es nur Markierungen, die etwa den Bildausschnitt zeigen. Die jeweils von der Automatik eingestellte Blende wird rechts im Sucher angezeigt.  Der Mischbildentfernungsmesser ist gut sichtbar, der Sucher und das Mischbildfeld aber wesentlich kleiner als der Sucher einer Leica CL oder gar einer Leica M.

Das Gehäuse ist sehr solide aus Messing gearbeitet und die Kamera liegt gut in der Hand. Das Filmeinlegen ist dank aufklappbarer Rückwand (Entriegelung wie bei vielen alten Kameras durch Herausziehen der Rückspulkurbel)  und Dreischlitzspule ein Kinderspiel.

Der erste Film ist drin und die Kleine darf nun bald zeigen, was sie kann.

Zum gutem Schluss noch ein paar Kleinigkeiten:

Die Kleine hat Messwertspeicherung. Wenn man den Auslöser nicht ganz durchdrückt wird die Blende eingestellt und diese Einstellung bis zum Auslösen oder wieder Loslassen gehalten.

Sie braucht 625er Quecksilberbatterien. Diese gibt es nicht mehr! Aber 625er Zink/Luft Hörgerätebatterien sind ein guter Ersatz (halten ca 4-6 Monate nach Anbruch) und im Drogeriemarkt für unter 4 Euro für 8 Stück zu haben.

Sie hat keinen Ausschalter! Der Belichtungsmesser wird durch das Abdecken der CDS-Messzelle mit dem Objektivdeckel abgeschaltet. Vergisst man das, so ist die Batterie recht fix leer. Vergisst man aber den Deckel abzunehmen, so werden die Bilder schwarz.

Unbekannt verzogen …

Oktober 18th, 2010

Unbekannt verzogen
Gesehen an einem leerstehenden Haus in Kirchheim

In der Tat besser?

Oktober 15th, 2010

Stuttgart 21 CDU
Leica M8 mit M-Rokkor 4/90mm @ Blende 4,0

Die Meinung, was oder wer in der Tat besser ist möge sich der geneigte Leser bitte selber bilden. Fest steht: Der Konflikt um Stuttgart 21 hat nun definitv auch das Umland erreicht.

Kalt …
… ist es am Ende der Welt

Oktober 14th, 2010

Kalt…

Gesehen auf dem Breitenstein in der Abenddämmerung
und fotografiert mit der Leica CL auf Fuji Sensia 200

Lange Beine…
… sind etwas Wunderbares

Oktober 14th, 2010

Lange Beine
Leica CL mit Summicron C 2/40mm

Dank an Modell Jessica und Armin fürs FC Treffen in seinem Mietstudio.