Archive for the ‘Objektive’ Category

Rund versus eckig:
Diagonal-Fisheye oder Superweitwinkel?

Mittwoch, Mai 20th, 2009

Immer wieder kommt die Frage auf, was denn nun besser sei, ein Fisheye Objektiv oder ein Superweitwinkel.
Hier nun meine Gedanken zum Charakter dieser beiden Objektivgattungen.

Das Fisheye:
Das Fisheye ist zunächst einmal unkorrigiert, deshalb sieht es eigentlich so wie unser Auge. Das heißt es es ist von der Projektion des Bildes her flächentreu, aber nicht winkeltreu. Alle gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte führen werden beim Fisheye gebogen dargestellt. Aus diesem Grund wirken die Bilder aufgrund des grossen Bildwinkels verzerrt. Ein Diagonal Fisheye, welches das ganze Bild ohne schwarze Ränder ausleuchtet, hat am Kleinbild um die 15-16mm Brennweite und einen Bildwinkel von ca. 180 Grad über die Bilddiagonale gemessen.

Kirchheim Zenitar Zenitar 16mm Fisheye an EOS 5D

Dieser Fisheye-Effekt kann richtig eingesetzt die Bildwirkung verstärken, nutzt sich aber für den Betrachter, wenn man es übertreibt auch relativ schnell ab.

Das Superweitwinkel:
Als Superweitwinkel bezeichnet man am Kleinbildformat in der Regel Weitwinkelobjektive unter 20mm Brennweite, bei APS-C Digitalkameras beginnt dieser Bereich dann bei ca.  14-16 mm. Das Superweitwinkel ist korrigiert, das heißt es stellt gerade Linien auch als gerade Linien dar. Damit ist es winkel-, aber nicht flächentreu. Das wird besonders im Bereich der Bildränder deutlich, wo Flächen förmlich in die Breite gezogen werden. Die abgebildeten Dinge verlieren, wie hier die Billardkugel ihre gewohnte Form.

Superweitwinkel
Sigma 10-20mm Superweitwinkelzoom
@10mm an EOS 20D

In der Praxis eignen sich Superweitwinkel gut um die Weite der Landschaft darzustellen oder dramatisch Effekte zu erzielen.  Sie betonen stark den Vordergrund und die Tiefenstaffelung eines Bildes.

Der Bildwinkel:
Bei gleicher Brennweite hat das Fisheye einen grösseren Bildwinkel als ein korrigiertes Weitwinkelobjektiv. Hier zunächst das korrigierte Weitwinkelobjektiv am KB-Vollformat der EOS 5D:

Sigma 15mm Sigma 15-30mm @ 15mm an EOS 5D

Und nun zum Vergleich das 16mm Fisheye aus der gleichen Position:

Zenitar 16mm 1:2,8Zenitar 16mm an EOS 5D

Deutlich ist zu sehen, das das immerhin 1mm längere (was im extremen Weitwinkelbereich viel ist)  Zenitar dennoch einen wesentlich grösseren Bildwinkel besitzt als das Sigma Superweitwinkelzoom bei 15mm. Weiterhin sieht man gut, wie die eigentlich identischen Bilder durch die unterschiedliche Abbildung der Objektive einen ganz unterschiedlichen Charakter bekommen.

Mein persönliches Fazit:
Ich nutze beides gerne, das extreme Weitwinkel und dasDiagonal-Fisheye weil die Bildwirkung von beiden einen unterschiedlichen Charakter hat. Beides Objektivgattungen liefern ähnlich extreme Perspektiven, die man deshalb auch gezielt einsetzen muss, zum Beispiel um die Weite einer Landschaft zu betonen.

Für mich lautet deshalb die Devise:
Diagonal-Fisheye und Superweitwinkel in die Fototasche.

Eine runde Sache:
Das Zenitar 16mm 2,8 an der EOS 5D

Sonntag, Mai 17th, 2009

Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal ein adaptiertes 16mm Zenitar Fisheye als günstiges  Weitwinkel an der EOS D60 eingestzt. An dieser entsprach es einem 24mm Objektiv an Kleinbild und der Fisheye Effekt war zwar sichtbar, aber doch nicht massiv ausgeprägt.

Zenitar an EOS D60EOS D60 mit Zenitar 16mm 2,8

Nun habe ich mit der EOS 5D eine Vollformatkamera im Hause und da ist das Zenitar eine preisgünstige Lösung für ein Diagonal-Fisheye. Es bietet in der Diagonale immerhin einen Bildwinkel von 180 Grad. Ich habe also ein gebrauchtes M42 Exemplar des Zenitars (es gibt das Objektiv auch mit fest montiertem EOS oder Nikon Bajonett) und den passenden M42 –> EOS-Adapter erworben.

Zenitar 16mm 1:2,8
Zenitar 16mm 1:2,8

Bei meinem Objektiv habe ich zunächst nach der Anleitung auf Gelbfilter.de die  Springblende deaktiviert. Weitere Arbeiten waren nicht nötig, da mein Exemplar auch bei der Fokussierung auf Unendlich keinen Kontakt mit dem Spiegel der 5D bekommt.
Mechanisch ist dieses im Verhältnis zu AF-Optiken kleine Objektiv aus Metall und Glas übrigens gut verarbeitet, vergleichbar den klassichen MF-Linsen von Minolta, Canon, Nikon oder Konica. Seine geringe Größe sichert dem Zenitar den Platz in der Jackentasche beim Spaziergang.

Der Kirchheimer Mark mit dem ZenitarEOS 5D mit Zenitar 16mm @ Blende 8

Ich habe die Optik dann erst einmal in die Kirchheimer Innenstadt mitgenommen. Das Ergebnis sah so aus, das bei Blende 8 an der 5D das Objektiv eine gute Schärfe bis auf Pixelebene herunter im Zentrum und auf ca. 80% der Bildfläche lieferte. Nur die Ecken bleiben auch bei dieser Blende etwas matschig, was aber in der Praxis bei den meisten Bildern nicht auffällt.

Die Kirchheimer MartinskircheDie Kirchheimer Martinskirche

Das manulle Fokussieren finde ich bei der Brennweite und den daraus resultierenden großem Schärfentiefebereich absolut unproblematisch, zumal am Vollformat der Sucher ja gross und ausreichend hell ist.
Bei der Belichtungsmessung arbeite ich im AV-Modus (Blendenvorwahl) mit Arbeitsblende und mittenbetonter Integralmessung als Messmothode. Wenn man minus 1 Blende Belichtungskorrektur verwendet, dann passen die Ergebnisse an meiner EOS 5D perfekt.

Die Orgel der Kirchheimer MartinskircheDie Orgel der Kirchheimer Martinskirche
EOS 5D mit Zenitar 16mm @ Blende 5,6

Im Unterschied zu dem Exemplar, welches ich vor 5 Jahren hatte zeigt mein jetztiges Objektiv kaum störende CAs. Die Optik neigt allerdings zu Überstrahlungen an sehr harten Kontrasten, sie wird da einfach etwas weich. Positiv ist auch zu erwähnen, das der Objektivdeckel geändert wurde, er rastet nun ein, früher war es eine zu locker sitzende Kappe.

Grosstadtdschungel
“Stadtdschungel” beim Kirchheimer Finanzamt

Mein Fazit:
Das 16mm Zenitar ist an der EOS 5D ein wunderschöne kompakte Spaßlinse zum immer dabeihaben. Als Fisheye ist sie kein Ersatz für ein korrigiertes Weitwinkel (es sei denn man will jedes Bild Geraderechnen), sondern eher eine Nischenoptik. Bei einem Neupreis ab 150 Euro und Gebrauchtpreisen um die 100 Euro (wenn man etwas Geduld hat) ist das Zenitar am Vollformat eine schöne Abrundung der Fotoausrüstung im Weitwinkelbereich um das Eckige rund zu machen. Ich freue mich schon auf seinen Einsatz bei Luftaufnahmen um den Horizont zu verbiegen. Kein “must have”, aber ein “very nice to have” zum günstigem Preis.

PS: So sieht es aus, wenn Dir die Beste aller Lebensgefährtinnen, die Kamera aus der Hand nimmt und versucht die Optik an deiner Nase anzudocken.

Krohmie Zenitar

Bei Blende 2,8 sind da die Augen scharf, Nasenspitze und Hintergrund verschwinden schon wieder in der Unschärfe. Ja und das da oben links ist ein Finger. Die eigenen Finger, Füsse und Kameragurte verirren sich beim Zenitar gerne mal ins Bild.

Stadtspaziergang
mit der EOS 5D und dem EF 50mm 1,4 USM

Donnerstag, Mai 14th, 2009

Portrait Annett
Canon EOS 5D mit EF 50mm 1,4 USM,
1/640 Sekunde, Blende 5,6

Zusammen mit dem 50ger ergibt die EOS 5D ohne Batteriegriff an der Handschlaufe eine schöne Kombi für die Strassenfotografie. Kamera und Objektiv sind angenehm leicht und zugleich so klein, das sie unaufdringlich wirken. Mit dem Bildwinkel der 50mm Optik, welcher etwa dem des menschlichen Auges entspricht, ist man mitten im Geschehen. Der Ultraschall Micromotor des 50mm 1,4 ermöglicht ein leises und schnelles Scharfstellen.

Man muss die Motive nur noch sehen, sie bieten sich an …

Giesskannenfrau
Canon EOS 5D mit EF 50mm 1,4 USM,
1/400 Sekunde, Blende 2,0

Trennungsschmerz:
Sigma 10-20mm 4,0-5,6 EX DC HSM

Dienstag, April 28th, 2009

Heute hat es mich nun verlassen, mein treues Sigma 10-20mm F4-5,6 EX DC HSM. Die letzten zwei Jahre hat mich diese Optik an viele Orte begleitet und so manche Stimmung eindrucksvoll ins Licht gesetzt. Doch nun waren ihre Tage gekommen. Da nur für Crop Kameras gerechnet wollte das Sigma einfach nicht an die EOS 5D passen, welche sich im Zulauf befindet. Es wird nun durch die “Wuchtbrumme” Sigma 15-30mm 3,5-4,5 EX DG ersetzt.

10-20mm F4-5,6 EX DC HSM
Sigma 10-20mm F4-5,6 EX DC HSM

Ob es darum ging das Stadtleben in Kirchheim zu dokumentieren ,

Maibaum
…hier die Aufstellung des Maibaumes am Marktplatz …

 Dachterasse… oder den Ausbau der Dachterasse zum Wohnraum…

Fair Cadets … immer hat die Optik sich wacker geschlagen,
selbst bei aussergewöhnlichen Perspektiven.

Das Fazit meines kleinen Reviews:
Wenn man ein gut zentriertes Exemplar bekommt (meines kam direkt von Sigma), dann gilt:
Dieses Objektiv bietet gute Schärfe schon bei Offenblende in der Mitte, aber matschige vignetierte Ecken. Abblenden um 1-2 Blenden verbessert die Ecken merklich hin zu brauchbar bis gut.
Der HSM Ultraschall-AF fokussiert präzis und schnell, bei solider Verarbeitung des Objektives. Ein Tipp hierzu: Möglichst nur das mittlere AF Feld nutzen dann klappt es auch mit der mehrstelligen EOS am Superweitwinkel.
Kleiner Hinweis am Rande: Im Unterschied zu anderen Crop Optiken, ist das 10-20ger bei jeder Brennweite absolut ungeeignet am Vollformat (getestet an analoger EOS 300).
Sigma Ex-typisch ist der gute Lieferumfang mit Streulichtblende und Köcher.

Eine echte Alternative zu Canons EFs 10-22, endlich richtig WW am Crop.

Firstwise1 Wenn man nachher die stürzenden Linien geraderückt ist es auch für Architektur geeignet!

Firstwise2
Leb wohl, Du kleine und feine Linse!

Bärenstark:
Der GoldbAIR mit dem EF 300mm 4,0L USM

Montag, April 27th, 2009

Am 26.4.09 war ich (mal wieder) am Stuttgarter Flughafen. Ich genoss die Nachmittagssonne  auf dem Spotterhügel unten an der Schwelle der Start/Landebahn 25 am kleinen See. Da schwebte dann auf einmal der Haribo GoldbAIR an mir vorbei.

GoldbAIR Canon EOS 20D mit EF 300mm 4,0L USM, Blende 6,7, 1/180 Sekunde

Rattenscharfer Oldie: Das EF 300mm 4,0L USM

Mittwoch, April 15th, 2009

Heute habe ich am Stuttgarter Flughafen mal wieder eine meiner Lieblingsoptiken einsetzen dürfen: Das alte EF 300mm 4,0 L USM ohne IS, hier zum Grössenvergleich neben dem 70-200 4,0L gezeigt.

 Canon EF-70-200mm 1:4L USM, Canon EF300mm 1:4L USM und Canon 1,4er Extender
Canon EF 70-200mm 1:4L USM, Canon EF300mm 1:4L USM
und Canon 1,4er Extender

Die Schärfe dieser Optik und das fast vollständige Fehlen von CAs begeistert mich immer wieder. Auch der Ring USM Autofokus geht richtig fix und sehr  präzis zur Sache. Dazu kommt noch die integrierte Gegenlichtblende, also nichts mit mühsam “Joghurtbecher” drauffriemeln, die Geli wird einfach herausgezogen und mit einer kleinen Drehung fixiert. Darüber hinaus kann diese Optik auch noch als Stativschellenspender für das 70-200mm 4,0L USM (IS) dienen, da die zur Optik gehörende Schelle dort auch passt.

Von der optischen Qualität verkraftet das Glas problemlos den 1,4er Extender von Canon, das entstehende 420mm 1:5,6 Objektiv ist immer noch voll offenblendtauglich und auch der Autofokus ist noch recht schnell.

Einige Bilder von heute, alle mit dem 300er an der EOS 20D:

C130T US-Navy
Reisen ohne viel Luxus: C-130T 161561 BD der US Navy

 VIP Tranport: Falcon 900B CD-01 Belgian Air Force
VIP Transport mit allem Komfort: Falcon 900B CD-01 Belgian Air Force

Alltäglich aber schön anzusehen: Dash 8 der AirBerlin
Alltägliche Holzklasse aber schön anzusehen: Dash 8 der Air Berlin

Bewegungs(un)schärfe:
Mit dem EFs 18-200 IS im Mercedes Benz Museum

Sonntag, März 15th, 2009

Heute habe ich mein neues EFs 18-200 3,5-5,6 IS erst einmal auf Herz und Nieren getestet. Ist es wirklich solch ein Flaschenboden wie einen die Beiträge in manchen Foren glauben lassen? Da es mir um die Praxistauglichkeit der Optik geht sind hier nachbearbeitete und nachgeschärfte Bilder zu sehen. Es geht um das, was dieses einfache Superzoom mit Image Stabilisator in der Praxis möglich macht, nicht um Pixelpeeperei in Raw-Dateien.

Um das herauszufinden bin ich mit der Optik ins Mercedes Museum gegangen und habe das Objektiv und den Image Stabilisator ein wenig herausgefordert.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 170mm, Blende 9,5, 1/250 Sekunde

Der IS (Image Stabilisator):

Im Museum angekommen geht es mit dem Aufzug erst einmal hinauf. Hier kann das EFs 18-200 nun zum ersten mal zeigen, was sein IS kann.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 18mm, Blende 4,5, 1/10 Sekunde

Eine 1/10 Sekunde bei 18mm Brennweite (28mm KB-Equivalent) erweisen sich dabei als freihand gut handelbar. Das Bild ist scharf, die sich bewegenden Personen beginnen schon zu verwischen. Es ist schon beeindruckend, was der Image Stabilisator von Canon hier möglich macht.

Das lässt mich im Verlauf des Besuches noch extremere Dinge wagen. Mit aufgestützen Ellenbogen wage ich es selbst bei längeren Brennweiten mit derartig langen Belichtungszeiten zu arbeiten.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 110mm, Blende 5,6, 1/10 Sekunde

Schärfe und optische Qualität:

Auch ein Crop aus diesem Bild zeigt, einmal nachgeschärft eine  durchaus akzeptable Schärfe. Allerdings entdeckt man bei genauem Hinsehen auch die doch recht heftige chromatischen Aberrationen des Objektives (und den nicht ganz neuwertigen Zustand des gezeigten Mercedes W123). Diese lassen sich bei neueren Canon Bodys übrigens mit der DPP Software von Canon automatisch herausrechnen.  Das gilt auch für die im Weitwinkelbereich doch recht kräftige tonnenförmige Verzeichnung.

18-200 Mercedes
100% Crop EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 110mm, Blende 5,6, 1/10 Sekunde

Das Bokeh empfinde ich als angenehm.  Obwohl die Optik mit 6 Blendenlamellen auskommt ergeben sich aufgrund deren gerundeter Form doch fast runde Reflexionsflecken im Unschärfebereich.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 160mm, Blende 5,6, 1/30 Sekunde

Der Autofokus:

Und weiter geht es mit der Bilderauswahl aus dem Tempel der Mercedes(wall)fahrer. Das Bild vom Kurzhauber hinter dem wunderschönem Ponton entstand ebenfalls mit aufgelegtem Ellenbogen. Der Autofokus der Optik arbeitete auch bei schlechten Lichtverhältnissen an der EOS 20D präzise und recht fix. Auch das Geräusch des Micromotors war nicht störend laut. Was aufgrund des Mikromotor Autofokus nicht geht ist ein manuelles Eingreifen in die Fokussierung (FTM).

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 90mm, Blende 5,6, 1/10 Sekunde

Verarbeitung und Haptik:

Die Verarbeitung des Objektivs und die Haptik, sind für ein Vollkunststoffobjektiv mit herausfahrendem Rüssel durchaus wertig. Die Frontlinse dreht sich beim Fokussieren nicht mit, was den Einsatz von Polfiltern vereinfacht. Es wackelt da im Unterschied z.B. zum EF 28-135 IS USM nichts.  Auch der Zoom läuft sauber und gleichmässig. Was mich allerdings massiv gestört hat, ist das der Zoomrüssel, wenn man Kamera und Objektiv an der Handschlaufe baumeln lässt, automatisch der Schwerkraft folgend Richtung Tele ausfährt. Zwar gibt einen Zoom-Lock-Schalter, der in WW-Stellung greift, doch das andauernde Ver und Entriegeln desselbigen fand ich doch recht störend.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 18mm, Blende 4,5, 1/45 Sekunde

Fazit:

Für den aufgerufenen Preis (bei ebay neu aus EOS 50D Kits ab 400 Euro) bietet mir das EFs 18-200 3,5-5,6 IS als kompaktes Reise- und “Immerdabei”- Zoom zwar keine Spitzenleistungen, aber durchaus Leistungen die problemlos für Abzüge bis 40 mal 60cm taugen. Wenn man dazu noch eine EOS Kamera hat die die Fehlerkorrektur von Canons DPP nutzen kann, dann lassen sich einige der Schwächen des Objektives automatisch per Software korrigieren.

18-200 Mercedes
EFs 18-200 3,5-5,6 IS @ 100mm, Blende 5,6, 1/60 Sekunde

Licht und Schatten: Canon EF 50mm 1,4 USM

Sonntag, März 15th, 2009

Das EF 50 1,4 USM ist bei Offenblende ein wenig weich, ab Blende 1,8 hat es dann gute Schärfe, und ab 2,2 ist das Glas  knackscharf. Ausserdem zeigt das 50 1,4 bei Offenblende ein Purple Fringing (ca 1-2 Pixel weit) um Kantenobjekte (nein das sind keine CAs), dieser Effekt stört meistens nicht, ist aber sichtbar.

Das Bokeh (der Unschärfebereich) ist sehr schön und ausgewogen im Gegensatz zum 50 1,8:

EF 50 1,4
EF 50 1,4 @ Blende 1,8

Der Autofokus ist obwohl Micromotor USM jederzeit manuell übersteuerbar und schnell und präzise. Bei Offenblende ist die Schärfebene teilweise sehr klein, das sollte man bedenken bevor man die Schuld über vergeigte Bilder auf den AF schiebt. Es ist problemlos möglich die Nasenspitze scharf zu kriegen und die Augen unscharf.
Diese AF Mechanik ist übrigens recht empfindlich, die Optik mag keine Stösse vor den ausfahrenden (nicht mitdrehenden) Tubus. Zum Schutz empfiehlt es sich die Gegenlichtblende montiert zu lassen, diese setzt am Gehäuse an und schützt so den Tubus.

EF 50 1,4
EF 50 1,4 @ Blende 1,8

Fazit: Für um die 300 Euro ist das EF 50 1,4 eine empfehlenswerte Optik, die gerade am Crop viel Freude macht. Wegen der besseren Verarbeitung und dem fixen AF ist diese Optik aus meiner Sicht dem EF 50mm 1,8II “Plastic Fantastic” vorzuziehen, sie ist insgesamt einfach ausgewogener. Aufgrund der kompakten Abmessungen ist das Objektiv noch jackentaschentauglich.

012.jpg
Ef 50 1,4 @ Blende 3,5

Low cost Standardzoom:
Canon EF 35-135mm 4,0-5,6 USM

Sonntag, März 15th, 2009

 EF 35-135mm 4,0-5,6 USM

Das EF 35-135mm 4,0-5,6 USM ist Canons erste Linse mit Hinterlinsenfokussierung und technisch und optisch der Vorläufer des beliebten EF 28-135mm 3,5-5,6 IS USM.

Qualitativ gehört die Linse zu den gehobeneren Amateuroptiken des EF Programmes.

Von der Schärfeleistung ist sie etwa dem EF 3,5-4,5 28-105 USM und dem EF 28-135 3,5-5,6 IS USM vergleichbar. Das heisst bei Offenblende mässige bis gute Schärfeleistung, die dann um eine Blende abgeblendet gut wird. Streulichtempfindlich ist sie ähnlich wie das 28-135er, hier ist das 28-105er etwas besser. Wie beim 28-135er wird die Linse jenseits der 100 mm etwas soft, da ist dann Abblenden Pflicht.
Mechanisch ist die Optik besser verarbeitet als das 28-135er, zwar fährt auch hier der “Zoom Rüssel” beim Abwärtshalten selbsttätig aus, jedoch sitzt der vordere Tubus wesentlich straffer und ohne seitliches Spiel. Die Frontlinse dreht sich beim Fokussieren und Zoomen nicht mit, das Erleichtert den Einsatz von Polfiltern.

Positiv ist der schnelle echte Ring USM Autofokus, der jederzeit manuellen Eingriff in die Fokussierung zulässt und sehr fix zur Sache geht.

EF 35-135mm 4,0-5,6 USM
EF 35-135 4,0-4,6 @ 40mm und Blende 6,3

Wenn jemand ein preiswertes fixes, allerdings auch ein wenig lichtschwaches Immerdrauf sucht, so ist die Optik in gutem Zustand uneingeschränkt zu empfehlen. Aufgrund des mittlerweile schon recht hohen Alters sollte man aber unbedingt auch auf Pilzfreiheit achten.  Bei einem eBay Durchschnittspreis um die 100 Euro; bekommt man hier aber sehr viel Gegenwert fürs Geld.

Bei  mir wurde dieses Glas nur ersetzt weil mir ein 28-70 2,8L über den Weg lief.

 

Fastnacht 2006
EF 35-135 4,0-5,6 @ 50mm, 1/100stel , Blende 8

Willkommen zu Krohmies Fotoblog

Sonntag, März 15th, 2009

Anlässlich meines neuestem Spielzeuges, dem “Suppenzoom” Canon EFs 18-200mm3,5-5,6 IS möchte ich euch in meinem neuem Blog begrüssen.

EF 18-200 IS

Hier wird es in Zukunft in loser Reihenfolge Fotos und Eindrücke von Kameras und Objektiven geben.
Das Ganze aus der Sicht eines engagierten Nutzers und nicht aus der des Pixelpeepers.

Mit freundlichem Gruss

krohmie