Kalt …
Oktober 14th, 2010Lange Beine…
… sind etwas Wunderbares
Oktober 14th, 2010
Nicht schwarz gesehen:
Kirchheim in schwarz/weiss
Oktober 5th, 2010
Film , insbesondere Schwarz/Weiss Film gibt eigene Perspektiven und Einblicke.
Hier nun ein paar Ansichten aus Kirchheim, die in den letzten Tagen beim Statdtspaziergang entstanden sind.
Diese Obstbäuerin mit ihren Äpfeln aus eigenem Anbau gibt dem Kirchheimer Markt Charakter. Ihr nimmt man die “Special Selection” gerne ab.
Michael Attinger, Wirt der Stiftsscheuer in der Kirchheimer Widerholtstr. erntet die ersten Maronen vom Kastanienbaum in seinem Biergarten. Nun gibt es also nicht nur selbstgebrautes Bier sondern auch selbstgeerntete und geschälte Esskastanien.
Alle Fotos mit der Leica CL und dem Summcron 2/40mm auf Ilford XP2 Super und Kodak BW400CN.
Gut scharf: Summicron 2,0/50mm rigid
Oktober 1st, 2010Ich hatte ja versprochen Bilder aus der Leica CL mit dem 50ger Summicron zu zeigen.
Zunächst noch einmal die Optik. Es hat sich um die zweite, nicht versenkbare, Version des 50mm Summicrons, die von 1956 bis 1968 gebaut wurde. Die starre (rigid) Version ist die normale Version des Objektives. Daneben gab es noch die DR (Dual Range) Version mit Naheinstellbrille.

Alt mit Falten aber rattenscharf das 50ger Summicron von 1962
Wie man sieht hat mein Summicron deutliche Gebrauchsspuren. Es hat irgendwann mal einen heftigen Schlag aufs Filtergewinde bekommen, der dann wieder geradegebogen wurde. Das ist auch halbwegs gelungen, E39 Filter lassen sich wieder einschrauben. Bei diesem Schlag wurde wohl auch ein kleiner Kratzer auf der Frontlinse erzeugt. Ansonsten hat die Linse nur minimale Putzspuren auf der Frontlinse und ist innen pilz-, beschlag- und separierungsfrei.
Auch die Mechanik läuft einwandfrei. Der Entfernungsmesser stimmt an meiner Leica CL auch bei Offenblende.
Doch nun zu den Fotos, die alle auf Fuji Superia 200 entstanden sind, gescannt mit einem Fuji Frontier 330 (SLP800C) Minilab.

Strassenszene in Kirchheim (ca. 80% Crop aus dem Negativ)
Der Film bringt Lichtstimmungen doch anders herüber als der digitale Sensor. Das wird in der Mischlichtsituation im Halbschatten unter dem Baum gut sichtbar.

Wohnblock in der Dettinger Vorstadt, stürzende Linien mit Shift-N geradegerückt
Hier auf Blende 8 abgeblendet läuft die Optik zur Hochform auf und zeigt eine sehr schöne Farbwiedergabe bei gutem Kontrast und hoher Schärfe.

Blätterwald gegen den hellen Abendhimmel bei Offenblende
Auch bei Offenblende ist die Leistung der Optik wirklich gut. Die Schärfeebene liegt hier auf den hinteren gelben Blättern und im unten gezeigten 100% Bildauschnitt sind noch sehr gut feine Details und die Struktur des Astwerks erkennbar. Chromatische Aberrationen an Kontrastkanten sind praktisch nicht zu finden.

100% Crop aus dem 6 Megapixel Scan bei Offenblende
Diese Leistung ist für ein relativ lichtstarkes Objektiv aus den 60gern des 20. Jahrhunderts ohne aspärische Elemente einfach hervorragend.

Die Familienbildungsstätte von der Widerholtstr. aus gesehen.
Ein zweiter Keks: Das Leitz Elmar 3,5/35mm
Oktober 1st, 2010Ich bin ja immer noch voller Begeisterung über das Panasonic 20mm 1,7 Pancake für µFT. Auf der Suche nach etwas mehr Weitwinkel für meine Leica Cl stolperte ich dann über ein Leitz Elmar 35mm 1:3,5 mit M39 Anschluss für Schraubleicas von 1941.

Elmar 3,5/35mm mit montiertem Leica-M Adapter im Vergleich zu einem 5 Cent Stück
Dieses nur 60 Gramm schwere kleine, extrem flache Objektiv macht die Leica CL jackentaschentauglich und wirkt auf ihr wie ein grösserer Gehäusedeckel.

Das Elmar an der Leica CL, die beiden sind gut 33 Jahre auseinander und passen trotzdem gut zusammen..
Das von 1930 bis 1950 angebotene von Berek berechnete Elmar war eines der ersten Wechselobjektive zur Schraubleica. Optisch darf man von diesem fast 70 Jahre altem 4 Linser allerdings nicht zuviel erwarten.
Mechanisch befindet sich Elmar für sein Alter in sehr guter Verfassung. Die Mechanik läuft sauber und weich. Seine unvergüteten Linsen sind klar, ohne Beschlag, kratzer- und pilzfrei.
Da es noch etwas dauernt bis der erste Film mit Elmar voll und entwickelt ist habe ich die Optik fix mit einem Adapter an meine Pansonic G1 geschnallt. Das manuelle Scharfstellen funktioniert mit dem elektronischem Sucher der G1 und der elektronischen Sucherlupe sehr gut. Der 12 Megapixel Sensor der G1 im µFT Format offenbart allerdings auch schonungslos die Schwächen des Objektives.

An der Bushaltestelle Martinskirche, man beachte die Überstrahlungen am rechten Bildrand
Bei Offenblende ist eigentlich nur die Bildmitte (bei Crop Faktor 2!) richtig scharf. Nach aussen hin lässt die Schärfe massiv nach. Eine Blende abgeblendet (Blende 4,5) sieht es schon wesentlich besser aus und ab Blende 6,3 werden auch die Ecken des Cropsensors langsam scharf. Elmar ist auch recht empfindlich für Gegenlicht und Streulicht, wie die Überstrahlungen rechts im oberen Bild zeigen. Doch das Objektiv hat seinen Charakter und zaubert wunderbare Lichtstimmungen.
Messsuchervirus: Die Therapie heisst Leica CL
September 24th, 2010Ich gebe es zu:
Eigentlich hatte ich Mitte letzten Jahres dem Analogen nach einem Techtelmechtel mit der wunderschönen Yashica Lynx und einer Kiev 4M endgültig abgeschworen. Die Olympus Pen war die tragbare Alternative zur grossen DSLR und das µFT-System hatte (und hat) mich überzeugt.
Doch irgendwo hat mich die Sehnsucht nach einer Messucherkamera nicht losgelassen. Das fotografieren mit einem Sucher ist eben doch etwas anderes als mit einem Display und Live View, wie bei der Pen. Und so kam es, das ich als lichtstarkes Portraitobjektiv für die Pen ein extrem günstiges, etwas angeschlagenes aber funktionierendes Leica Summicron-M rigid 50mm 2,0 aus dem Jahre 1962 ersteigerte. Der Leica M auf µFT Adapter aus China braucht aber gute 3 Wochen und schwups war die Entschuldigung für den Kamerakauf gefunden. Ganz fix wurde durch den Tipp eines Mitforenten im DSLR-Forum eine günstige funktionierende Leica CL gefunden und mit dem Summicron vermählt.

Ein schönes Paar: Die Leica CL mit rigid Summicron-M 2,0 50mm
Leica CL? Was ist denn das?
In der Regel kennt man von Leica die Messucherkameras des M-Systems und vielleicht noch das leider eingestellte R-Spiegelreflexsystem. Die Leica CL ist sozusagen eine kleine M. Sie hat den gleichen Objektivanschluss wie das M-System und man kann auch sehr viele M-Objektive an der Leica CL verwenden. Ausgenommen sind Objektive mit Sucherbrille, einige Exoten mit sehr grosser Hinterlinse und Objektive die weiter als 16mm ins Gehäuse ragen, weil sich dort bei der Leica CL der Schwenkarm mit der Belichtungsmesszelle befindet.
Sie lesen richtig:
Die Leica CL hat, wie ihre grosse gleichalte Schwester M5 einen eingebauten Belichtungsmesser. Bis zur 1971 eingeführten M5 gab es das nämlich bei Leica nicht, bei der japanischen Konkurenz allerdings schon. Da mit dem Spiegelreflex Boom der ausgehenden 60ger und der beginnenden 70ger Jahre die Absätze der M Kameras nicht nur schwächelten, sondern massiv einbrachen suchte man bei Leica nach einer Lösung für dieses Problem. Hinzu kamen die günstigen japanischen Messucherkameras mit festem Objektiv, die den Markt bevölkerten. Die von Leica gewählte Lösung war eine kleine, günstige (gemessen an einer M) und leichte Messsucherkamera die fast alles bot, was die grosse M kann. Das wurde die Leica CL - die Bildzeitung würde heute sagen die Volksleica. Wie jede Leica bewegte sie sich zwar im Preissegment der Wohlbetuchten, war aber doch erheblich günstiger als eine Leica M. Aus Kostengründen wurde sie bei Minolta gefertigt (und von Minolta parallel als Minolta CL vertrieben). Verkauft wurde die Leica CL von 1973 bis 1976 in ca. 65.000 Stück und sie war für Leica kein Erfolg, wohl auch weil sie der M5 die Kunden wegnahm (diese brachte es nur auf 27.000 Stück von 1971-1975).

Leica CL aus dem Jahr 1974 - eine zeitlose Schönheit
Was bietet nun die Leica CL, …
… sie ist bis heute die kleinste und leichteste Leica mit Wechselobjektiven.
… sie bietet TTL Belichtungsmessung als Spotmessung (etwa Grösse des Mischbildfeldes im Messucher) mittels einer schwenkbaren CDS-Zelle direkt vor der Filmebene.
… sie hat einen grossen hellen Sucher mit Rahmen für 40, 50 und 90mm Brennweite. 35mm Brennweite entsprechen etwas dem komplettem Sucher und sind so auch ohne Aufstecksucher nutzbar.
… sie hat einen hellen sehr gut sichtbaren Mischbild Entfernungsmesser mit sauber definierten Kanten.
… sie hat einen vertikalen Tuchschlitzverschluss mit Verschlusszeiten mit von 1/2 bis 1/1000stel Sekunde, die im Sucher eingespiegelt werden und stufenlos verstellbar sind. Dieser Verschluss ist zwar nicht so leise wie der Verschluss eienr M-Leica, aber doch wesentlich leiser als der Mechanismus einer SLR.
… sie hat eine abnehmbare Rückwand zum halbwegs bequemen Filmeinlegen. Das Scharnier an der Seite haben die Leica Konstrukteure weiter der Konkurenz überlassen. Ich bin dafür insofern dankbar, das es deshalb bei der CL keine Probleme mit auseinanderfallenden teerigen Lichtdichtungen gibt, weil diese konstruktiv bedingt nicht vorhanden sind..
Doch nun zum Negativem:
Ein Schwachpunkt der CL ist eindeutig die Belichtungsmessung. Oft gibt die Verkabelung des Schwenkarmes auf dem die Messzelle sitzt im Laufe der Jahre nach. Auch die verbauten CDS Messzellen sind nach mehr als 30 Jahren oft schon weit jenseits ihrer Lebendauer.
Die verwendeten PX625 Quecksilberbatterien mit 1,35 Volt sind in Europa legal nicht mehr zu bekommen (Alkalizellen geben falsche Werte), eine Abhilfe können hier Weincell MRB 625 Hörgerätebatterien schaffen (selten und teuer) oder man beschafft sich für ca. 10 Euro in der Bucht einen Batterieadapter, dann passen die weit verbreiteten 675er Hörgerätebatterien (< 2,-€/Stück). Hier sollte man darauf achten, das man Zink-Luft-Batterien erwischt, da nur diese spannungskonstant sind. Nachteil der Zink-Luft-Batterien ist, das deren kurze in Monaten bemessene Lebensdauer mit dem Entsiegeln beginnt. Es reicht übrigens, wenn man nur einen Teil der Belüftungöffnungen der Batterie entsiegelt (dann lebt diese länger), da die CDS Zelle wahrlich nicht viel Strom braucht.
Ach so: Und bitte die Batterie rechtzeitig beim Filmwechsel mit wechseln, ein Batteriewechsel bei eingelegtem Film ist nämlich nicht möglich, weil dazu die Rückwand abgenommen werden muss.
Immerhin lässt sich eine CL mit defekter Belichtungsmessung noch problemlos verwenden, da der ganze Rest vollmechanisch ist. Natürlich mit den üblichen Problemen mechanischer Kameras wie hängende Verschlussvorhänge oder auch Löcher im Verschluss, wenn die CL mit Objektiv auf unendlich mal zulange in der Sonne lag. Die frühen Kunstoff Filmspulen verlieren gerne mal ihre Zähne (später CLs habe eine Messingspule). Manchmal löst sich auch die Verspiegelung des Prismas im Messucher .
Wo wir beim Messucher sind: Aufgrund der Kleinheit der CL ist die Messucherbasis kleiner, darunter leidet auch die Genauigkeit des Messuchers, so das lichtstarke Objektive (Blendenzahl < 2,0 besonders Teleobjektive) im Nahbereich (<1,5 m) nicht mehr präzise scharfgestellt werden können. Andere Optiken, wie das Summicron 2/90mm decken teilweise das Sucherbild ab.
Mein Exemplar ist glücklicherweise bislang von all diesen Wehwehchen verschont geblieben und hat nur ein paar minimale Macken im Lack.
Zum fotografieren mit der CL:
Auch wenn sie bei Minolta gefertigt wurde, so ist die CL doch eine echte Leica. Alles wirkt gut und solide verarbeitet, wenn auch nicht ganz so aus dem Vollem gefräst, wie bei einer Leica M.
Der Messsucher ist sehr hell und auch für mich als Brillenträger gut zu übersehen (dagegen war der Sucher meiner Yashica Lynx ein Guckloch). Beim prallen Sonnenlicht von vorne ist der Sucher etwas streulichtempfindlich, man kann aber trotzdem noch alle gut erkennen. Die Entfernungseinstellung am Objektiv ist wesentlich angenehmer als die Rädchen-Einstellerei bei der Contax Kopie Kiev 4m, welche ich einmal besass.
Die Kamera liegt ergonomisch sehr gut in der Hand, mit den Fingern der linken Hand kann man gut am Pin des Objektives die Entfernung einstellen, während man mit dem rechten Zeigefinger am Rad vorne auf der Kamera die Belichtungszeit verstellt.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Nachführbelichtungsmessung allerdings doch, weil sie falschherum geht (Leica Logik?). Wenn die Nadel über der mittleren Markierung steht, heisst das Unterbelichtung, nicht Überbelichtung wie es naheliegend wäre.
Der Belichtungsmesser tut übrigens nur wenn …
… ein Objektiv angesetzt ist.
… der Film transportiert und der Verschluss gespannt ist (und das Messärmchen wieder hochgeklappt ist).
… und der Schnellspannhebel leicht aus der Ruhestellung bewegt wird (er ist der Ein- und Ausschalter).
Und bitte nicht vergessen: Man hat eine Spotmessung, gemessen wird bei 90mm etwa das Mischbildfeld, bei 40mm Brennweite etwa die doppelte Fläche des Mischbildfeldes. Hier entscheidet also der Fotograf, ob er richtig misst, nicht die Kamera per elektronischer Matrixmessung.
Anbei noch einige Links zur Leica CL:
- Leica CL bei Peter Lausch
- Leica CL die Volkskamera Essay (englisch)
- Bedienungsanleitung Leica CL (mit Freigabe von Leica)
- Tipps zum Checken einer CL (englisch)
PS: Auch Elmar ist wieder da, bzw. sein Bruder. Günstigst fand ich noch ein 90ger Elmar 4,0 M39 von 1952 mit leider ziemlich verputzter Frontlinse, welches nun mit Adapter seinen Dienst auch an der CL tut.
PPS: Bilder aus der Kamera folgen, wenn das Labor den ersten Film entwickelt und gescannt hat.
Nachtrag: Die kleine CL hat mich mittlerweile wieder verlassen. Aber nur weil die Messucherkrankheit noch heftiger zugeschlagen hat und sie neben der M8 nur noch ein Nischendasein fristetete. Im Vergleich zur M8 war sie allerdings klein und handlich und durchaus ergonomisch sehr gut (bis auf das Filmwechseln).
Let’s go extreme: Das Peleng 8mm Fisheye
April 26th, 2010Die 16 mm Fisheye des Zenitars waren mir immer noch zuwenig, deshalb hat sich zum Zenitar nun ein 8mm Peleng Fisheye gesellt. Dieses soll in Zukunft an meinen µFT Kameras als 16er Fisheye (dank des 2er Crop Faktors) dienen und ist an der 5D die absolute extreme Weitwinkel Lösung.
Mit diesem Objektiv wird endlich klar, warum für den Schwaben sein Häusle der Mittelpunkt der Welt ist:
Meine Bewertung:
Abgeblendet auf Blende 8 bis 11 bietet das Peleng 8mm 1.3,5 Fisheye eine gute Schärfe bis an die Bildränder des kreisrunden Auschnittes heran.
Da das Objektiv eine Vorwahlblende hat ist es an der EOS 5D sehr einfach zu handhaben. Man arbeitet mit Zeitautomatik und stellt die gewünschte Blende ein. Dann kann man mit einer Drehung am entsprechenden Ring die Blende präzise auf den voreingestellten Wert schliessen. Die Fokussierung ist bei dieser kleinen Brennweite kein Problem. Abgeblendet bekommt man alles von 30cm bis unendlich scharf! Damit die Belichtung stimmt empfiehlt es sich die mittenbetonte Integralmessung zu verwenden und wegen der schwarzen Ränder 1 bis 1,5 Blenden unterbelichten, sonst wir das Motiv überbelichtet. Ebenfalls aufgrund der schwarzen Ränder taugt das Histogramm nur begrenzt zu Einschätzung der Belichtung.
Bauartbedingt ist die Optik recht streulichtempfindlich und zeigt deutliche Blendenflecke gegenüber von Spitzlichtern. Das grösste Manko des Pelengs ist aber der vordere Objektivdeckel, der nur lose aufgesteckt wird und zum Abfallen neigt. Aufgrund der extrem gewölbten Frontlinse ist hier extreme Vorsicht geboten!
Ich habe die Version mit fest montiertem EOS Anschluss, der Rückdeckel ist da genauso mies, wie der Frontdeckel, aber das ist ja leicht mit einem passendem EOS Deckel zu ändern. Ansonsten wird das Objektiv mit passendem Köcher geliefert und kopierter Bedienungsanleitung.
Fazit:
Zu einem Neupreis in Deutschland von ca. 300 Euro und einem Gebrauchtpreis unter 250 Euro ist diese Optik durchaus eine sinvolle Ergänzung jeder Vollformat Ausrüstung für verhältnismässig kleines Geld. Am Crop empfiehlt sich da allerdings eher das etwa gleichteure Samyang/Falcon/Walimex 8mm Fisheye, dieses ist aber nicht vollformatauglich.
Bereitschaftstasche für die Olympus Pen
Januar 22nd, 2010Immer wieder findet man auf den internationalen eBay Seiten Leather Cases für die Pen mit Pancake bzw. Kit Zoom.
Ich bin das Risiko eingegangen und habe mir eine günstige derartige Tasche (< 50 Euro) vom Chinesen kommen lassen.
Vorneweg, es ist keine Echtledertasche (hier würde der Chinese “Genuine Leather” sagen), sondern eine hochwertige Kunstledertasche.
Die Vearbeitung ist einwandfrei und die Pen passt auch mit dem 20ger Funcake.
Das Oberteil kann man komplett abnehmen, man kann aber auch gut mit aufgeklapptem Oberteil fotografieren, es hängt dann hinter der Kamera herunter und stört nicht. Schliessen lässt es sich auch wieder sehr einfach, da der untere Druckknopf magnetisch ausgeführt ist.
Die Tasche wird mit dem Stativgewinde verschraubt und mit einem Trageriemen geliefert. Dessen Befestigung am Taschenunterteil sitzt allerding recht tief, was die Sache umgehängt etwas kopflastig macht. Aus diesem Grund nutze ich den original Trageriemen der Pen, an der Kamera befestigt.
Brass & Songs
November 28th, 2009Obiges Bläserseptett veranstaltete heute abend in der evangelsich methodistischen Kirche in Kirchheim/Teck ein kleines Konzert. Anbei einige Eindrücke dieser optisch und akustisch eindrucksvollen Veranstaltung.
Der gut gefüllte Gemeindesaal während des Konzerts.
Da wurde in die Tasten gegriffen …
Die Tuba durfte natürlich auch nicht fehlen.
Fazit: Eine gelungene Veranstaltung zum 1. Advent.
Alle Bilder entstanden mit der Olympus E-P1 Pen und dem Panasonic Pancake 20mm 1,7 bei Offenblende.
Ein Flirt mit Elmar …
Das Leitz Elmar 90mm 1:4 M39 an der E-P1
Oktober 21st, 2009
Elmar ist schon etwas älter, jenseits der 50, wohl 1956 geboren und auch schon ein wenig ergraut. Schaut man ihn sich an, so entdeckt man die Spuren eines halben Jahrhunderts an ihm und manches, wie seine Vergütung ist recht einfach. Er wahrt die Fasung, wo doch gerade diese etwas lädiert ist. Doch das Wesentliche an ihm ist noch immer glasklar, kratzer- und pilzfrei, bis auf minimale Putzspuren. Die etwas lädierte Fassung führte dazu, das Elmar billig verschleudert wurde.
In diesem Zustand macht Elmar sich nun an die hübsche Pen heran! Ob das so passt, ein alter Herr und eine schicke junge Diva? Jedenfalls gehen die beiden erst einmal zusammen spazieren. Mal schauen, was dabei so rauskommt.
Zwar ist Elmar knackscharf, wenn man den Punkt beim manuellen Fokussieren mit der Lupe von der Pen endlich gefunden hat, aber es stellt sich doch die Frage: Wird er allein auf der Bank bleiben? Oder ziehen er und die Pen in zukunft gemeinsam los und die Bank bleibt leer?
Hier sieht Elmar richtig gut aus, allerdings muss man dazu anmerken, das er zwar ein richtig scharfer kleiner Silberner ist, aber das Kontrastprogramm doch recht zu wünschen lässt, deshalb musste ein Freund mit dem Photoshop ein wenig nachhelfen. Ausserdem mag Elmar Streu- und Gegenlicht gar nicht, hier macht sich seine einfache Vergütung bemerkbar. Es legt sich schnell ein blauer Schleier (trotz Spätnachmittagssonne) übers Bild. Ist das der berühmte “Leica Glow”?
Allerdings hat dieser Look von Elmar auch seinen eigenen (morbiden?) Charme. Den Kontrast ein wenig verstärkt und die Tonwerte etwas angewärmt und Elmar macht auf einmal eine ganz gute Figur.
Als Fazit bleibt:
Elmar bereitet meiner Pen Spass. Sie freut sich den alten Silberling bei sich zu haben. Er passt locker in die zweite Jackentasche und liefert bei statischen Motiven, besonders in S/W sehr gute Bildergebnisse bei minimaler Nachbearbeitung.
Er wird ein guter väterlicher Freund werden, aber kein enger Lebenspartner, denn dazu ist das manuelle Fokussieren mit der Sucherlupe auf dem Display doch recht mühsam, freihand bei 180mm Kleinbild-Äquivalent. Hinzu kommt die sehr hohe Streulichtanfälligkeit.
Eigentlich gehört Elmar an eine echte Messucherkamera, doch leider ist mir diese digital noch zu teuer (Es sei denn jemand spendet eine Epson R-D1 oder eine M8) und analog macht das Fotografieren nur halb so viel Spass.
Nachtrag: Elmar hat mich nun doch verlassen. Er musste einem Panasonic 45-200er Tele mit Autofocus weichen und lebt nun in Luxemburg.




















